Eine Wurzelfräse ist im Grunde eine rotierende Hartmetallscheibe an einem motorisierten Gerät. Sie zerspant den Stumpf und die starken Wurzeln Stück für Stück in feine Späne – bis zu einer Tiefe von rund 25 bis 30 cm unter Bodenniveau. Das Ergebnis: Eine Grube, gefüllt mit einem Gemisch aus Holzspänen und Erde, die sich problemlos mit Mutterboden auffüllen und wieder bepflanzen, einsäen oder pflastern lässt.
Wann Wurzelfräsen die richtige Methode ist
Drei klare Gründe, einen Stumpf fräsen zu lassen statt ihn stehenzulassen oder auszugraben:
Sie wollen die Fläche neu nutzen. Rasen anlegen, ein neues Beet pflanzen, Pflastern, Terrasse erweitern – alles unmöglich, solange der Stumpf da ist. Ausgraben ist bei mittleren und großen Stümpfen ein Tagesprojekt mit Bagger und entsprechenden Spuren im Garten. Fräsen ist in ein bis zwei Stunden erledigt.
Phytosanitäre Gründe. Ein abgestorbener Stumpf ist ein idealer Wirt für Pilze wie Hallimasch oder Brandkrustenpilz. Diese können von dort auf benachbarte gesunde Bäume übergehen. Wer Bestand schützen will, lässt befallene Stümpfe entfernen.
Ästhetik und Sicherheit. Ein Stumpf im Rasen ist unschön und gefährlich – beim Rasenmähen, beim Spielen, beim Gärtnern.
Was Wurzelfräsen nicht kann
Ehrlich gesagt: Eine Wurzelfräse entfernt nicht das gesamte Wurzelsystem. Die feinen Wurzeln, die sich im Boden verteilen, bleiben drin und verrotten dort über die nächsten Jahre. Für die meisten Nachnutzungen ist das egal – Rasen, Beete, Pflaster funktionieren problemlos. Wenn Sie aber direkt an die Stelle einen neuen Baum derselben Art pflanzen wollen, ist das nicht ideal (Stichwort Bodenmüdigkeit). Pflanzen Sie dann lieber eine andere Art oder versetzen Sie den Standort um zwei bis drei Meter.
Zugänglichkeit – Wichtiges Thema in Dresden
Wurzelfräsen sind kompakt, aber nicht winzig. Die kleineren Modelle sind etwa 80 cm breit – das passt durch die meisten Gartentore. In den engen Hinterhöfen mancher Dresdner Gründerzeitviertel kann es trotzdem knifflig werden. Wir schauen uns das vorher an und entscheiden mit Ihnen, welches Gerät passt. Im Zweifel ist auch eine manuelle Lösung möglich – langsamer, aber auch dort einsetzbar, wo keine Maschine hinkommt.
Was bei Leitungen zu beachten ist
Im Wurzelraum verlaufen oft Leitungen – Strom, Wasser, Gas, Telekommunikation. Bevor wir fräsen, klären wir, ob im Bereich Leitungen liegen. Bei Grundstücken mit unklarer Lage empfehlen wir eine Leitungsauskunft beim jeweiligen Versorger; die ist in der Regel kostenfrei und schnell zu bekommen. Geht es um einen Stumpf nah am Haus oder an der Grundstücksgrenze, fragen wir gezielt nach.
Häufig in Kombination mit Fällung
Die meisten Wurzelfrästermine bei uns laufen in Kombination mit einer Fällung – einmal anfahren, einmal alles erledigen. Wenn Sie aber einen alten Stumpf im Garten haben, der schon seit Jahren stört, sind das auch eigenständige Aufträge.
Tätig in Dresden und Umgebung.







